Staatsminister Pierre Dartout und Infrastrukturministerin Céline Caron-Dagioni empfingen am Freitag, den 9. Februar, Journalisten aus Monaco zu einem Pressegespräch, bei dem sie die Pläne der Regierung zur Entlastung der Verkehrswege und zur Verbesserung der Lebensqualität im Fürstentum vorstellten.

Die Verwaltung stand in den letzten Monaten unter erheblichem Druck, vor allem seitens des Nationalrats, der ungeduldig wissen wollte, was die Regierung zu tun gedenkt, um ein Problem zu lösen, das vielen Einwohnern ein Dorn im Auge ist.

In seiner Eröffnungsrede wies Pierre Dartout darauf hin, dass der "Mobilitätsplan" seit vielen Monaten in Arbeit ist. Der umfassende Charakter des Plans lässt vermuten, dass der am Freitag vorgestellte Entwurf eine grundlegende Überarbeitung fast aller Aspekte des Verkehrsmanagements in Monaco darstellt.

Interessant ist auch, dass eine Reihe möglicher Maßnahmen noch nicht vom Tisch sind, insbesondere die Einführung von Umweltzonen oder "Critair"-Beschränkungen wie in London und vielen französischen Städten. Eine zweite Möglichkeit ist die Rückkehr zur kostenlosen Busfahrt, die in Monaco versuchsweise getestet wurde.

Einige der Lösungen werden in den nächsten Wochen umgesetzt, darunter eine Expressbuslinie von Fontvieille nach Larvotto, die durch den Tunnel unter dem Fairmont-Gebäude fährt und nur drei Haltestellen hat, nämlich Port Hercule und Portier.

Weitere Projekte werden im Laufe dieses Jahres oder sehr bald danach in Angriff genommen, wie z. B. ein großes Parkhaus am oberen Ende des Jardin Exotique, das auch die Endstation für die Buslinie 2 sein wird.

Die umstrittene Unterführung auf französischem Territorium, ebenfalls auf dem Gipfel des Jardin Exotique, die den Verkehrsfluss ins Fürstentum erleichtern soll, ist noch in Planung. Ebenfalls in Planung ist der Bau eines Parkplatzes mit 3.000 Stellplätzen in der Gemeinde Eze, auf einem Gelände, das derzeit für die Lagerung von Grand-Prix-Materialien genutzt wird.

NEWS.MC wird in den kommenden Tagen ausführlichere Informationen über den Mobilitätsplan veröffentlichen.

HAUPTFOTO: Staatsminister Pierre Dartout und Infrastrukturministerin Céline Caron-Dagioni Ian Brodie