Das Roca-Team hat seine Chance auf die Titelverteidigung verspielt, nachdem es am Donnerstag, den 6. Juni, das zweite Spiel der Endrunde der französischen Meisterschaft gegen Paris Basketball mit 70:77 verloren hat. Mit dieser Heimniederlage steht es nach zwei Spielen unentschieden, und die monegassischen Basketballer müssen mindestens eines der nächsten beiden Spiele in der Pariser Adidas-Arena gewinnen, um die Aussicht auf die Titelverteidigung zu wahren.

Wie schon im Halbfinale gegen Bourg-en-Bresse konnte die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic die beiden Heimspiele nicht gewinnen. Dann gab es am Samstag vor dem Grand Prix von Monaco eine Niederlage, weil die Spieler anscheinend nicht an das Spiel dachten. Diesmal erwischte das Roca-Team einen dramatischen Start gegen ein hoch motiviertes Paris Basketball, das viel besser spielte als im ersten Spiel zwei Tage zuvor.

Das Spiel begann gleich mit einem Dreier von Tyson Ward aus Paris innerhalb von fünf Sekunden. Monaco schien geblufft zu haben und hatte sein Visier nicht richtig eingestellt. In den ersten drei Minuten wurde kein einziger Punkt erzielt, und erst nach acht Minuten wurde ein Punkt aus einem Spielzug erzielt, wobei die Monegassen auch bei den Freiwürfen sehr nachlässig waren. Paris zog auf 14:2 davon, sehr zur Enttäuschung von Obradovic, der seine Spieler auf der ganzen Linie scheitern sah. Das erste Viertel endete mit einem suboptimalen Ergebnis von 11:25, an dem der gut spielende französische Nationalspieler Nadir Hifi mit drei Dreipunktwürfen einen großen Anteil hatte.

Dennoch gelang es Obradovic und seinen Mannen, den Rückstand im zweiten Viertel zu verkürzen, da Jordan Loyd, Billy Yakuba Ouattara und Alpha Diallo allesamt punkten konnten. Mike James sorgte in der 18. Minute mit einem Dreier für den erneuten Ausgleich (31:31), doch kurz vor Ende der ersten Halbzeit ging Paris wieder in Führung: 36-38.

Die Anhänger des Roca-Teams gingen davon aus, dass es in der zweiten Halbzeit gut laufen würde, und es dauerte nicht lange, bis die Heimmannschaft in Führung ging: 41-39. Doch genau in diesem Moment zog Paris das Tempo an und hatte innerhalb von zwei Minuten wieder einen soliden Vorsprung (42:52), dem die Gastgeber wieder hinterherlaufen mussten. Am Ende des dritten Viertels konnte ein Teil des Rückstands aufgeholt werden: 51-55.

Im letzten Viertel blieben die Unterschiede gering, aber Paris, angeführt von TJ Shorts, behielt die Kontrolle über das Spiel. Vier Minuten vor Schluss stand es wieder unentschieden (62-62), doch erneut legte Paris einen Zwischenspurt ein, der diesmal den Gästen den Sieg bescherte. Ein Dreier von Hifi setzte allen Zweifeln ein Ende: 70-77.

Es ist eine kostspielige Niederlage für Monaco, das am Dienstag einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hat, aber in diesem zweiten Spiel die Schärfe vermissen ließ, die ein Titelverteidiger in der Endrunde haben sollte. Am Sonntag, den 9. Juni, wird das dritte Spiel in der französischen Hauptstadt ausgetragen.