S.D. Prinz Albert war Anfang dieser Woche in Davos, um am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums teilzunehmen. Der Souverän nahm an mehreren Veranstaltungen teil, die dem Schutz der Polarregionen, der Rolle der Philanthropie und der Finanzen bei der Bewältigung von Natur-, Klima- und Meeresfragen gewidmet waren.

Bei der Eröffnung der Sitzung "Die Polarkrise auspacken" unterstrich der Souverän die wesentliche Rolle, die die Polen für unsere Zukunft spielen. Die geopolitischen Spannungen und die Abgelegenheit dieser Regionen sollten uns nicht vergessen lassen, dass wir ihnen unbedingt unsere volle Aufmerksamkeit widmen müssen: "Denn obwohl die Polarregionen uns alle angehen, sind sie vor allem vom Handeln von uns allen abhängig - diese Regionen, in denen sich die wichtigsten Herausforderungen und die wichtigsten Lösungen für die Gesundheit unseres Planeten konzentrieren."

S.D. Fürst Albert forderte Länder, Unternehmen, Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen auf, sich an der Seite der einheimischen Bevölkerung stärker für deren Erhalt einzusetzen: "Um einen nachhaltigen Lebensstil neu zu erfinden, müssen wir mehr tun als nur Anpassungen vornehmen. Wir müssen unsere Beziehung zur Natur im Geiste der Einigkeit neu überdenken. Und dafür müssen wir uns auf die Sensibilität, das Wissen und die Intelligenz derjenigen stützen, die diese Beziehungen aufrechterhalten konnten (...) Deshalb müssen wir ihnen zuhören, ihnen eine Stimme geben und ihnen ermöglichen, in Zukunft mehr Gewicht zu haben, nicht nur in ihren Regionen, sondern in der ganzen Welt."

In der Sitzung "Finanzen und Pensionsfonds für die Gesundheit der Ozeane" sprach Fürst Albert II. über den Schutz der Ozeane, ihre Rolle im Klimasystem und für die biologische Vielfalt. Der Fürst betonte, dass wir heute weit davon entfernt sind, uns zu fragen, ob wir den Ozean schützen müssen oder was wir tun können: Der IPCC-Bericht über Ozean und Kryosphäre, der 2019 in Monaco veröffentlicht wird, zeigt nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean, sondern auch die Lösungen, die aus dem Meer kommen könnten, um die negativen Auswirkungen zu mildern.

Auch wenn die Lösungen bekannt sind, mangelt es leider immer noch an wissenschaftlichen, politischen und finanziellen Ressourcen, die wir nutzen müssen, um die Maßnahmen zu beschleunigen. Es gibt Instrumente und Finanzierungsmechanismen, die uns bei unserer Aufgabe helfen. "Sie alle zeigen einen Weg auf, der meiner Meinung nach von entscheidender Bedeutung ist: ein Weg zur Förderung von Maßnahmen im Bereich der Ozeane, der sich nicht auf Initiativen mit uneinbringlichen Mitteln beschränkt, sondern eine neue Logik für eine blaue Wirtschaft schafft, in der die Natur nicht länger ein sekundäres Datum oder gar eine negative Externalität ist, sondern die Quelle für neues Wachstum", sagte Prinz Albert.

ORIGINALQUELLE: Stiftung Fürst Albert II. von Monaco